Veröffentlichung von Marjatta Hietalas Buch in Berlin

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Perjantai, helmikuu 16, 2018 - 16:45

Deutschland war für die finnische Wissenschaftsgesellschaft über Jahrhunderte hinweg das wichtigste Bezugsland außerhalb Nordeuropas. Dies hat Finnland seit dem Mittelalter geprägt und ist selbst in der heutigen internationalisierten Wissenschaftswelt noch bemerkbar. Umgekehrt stand Finnland, auch über bekannte kulturhistorische Fixpunkte hinaus, immer wieder im Fokus deutscher Forschung. 

Marjatta Hietala stellt in ihrem Buch "Finnisch-deutsche Wissenschaftskontakte. Zusammenarbeit in Ausbildung, Forschung und Praxis im 19. und 20. Jahrhundert" erstmals die finnisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen umfassend dar und berücksichtigt dabei zahlreiche bisher nicht systematisch ausgewertete Archivquellen. Einen Schwerpunkt bilden die Wissenschaftskontakte beider Länder zur Zeit der großen Innovationen am Anfang des 20. Jahrhunderts, als sogar mehr Professoren- und Expertenreisen nach Deutschland als ins benachbarte Schweden führten, und die Wissenschaftsbeziehungen Finnlands zum „Dritten Reich“.

Die Vorstellung von Hietalas Buch fand am 23. November 2017 im Finnland-Institut in Berlin statt. 

Marjatta Hietalas Buchvorstellung im Finnland-Institut in Berlin mit Robert Schweitzer rechts im Bild.

Marjatta Hietala, emeritierte Professorin für Allgemeine Geschichte der Universität Tampere und Ehrenpräsidentin des internationalen Historikerverbandes CISH, ist eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet internationaler Wissenschaftskontakte.