Aue-Symposium: ”Worüber spricht man im deutschsprachigen Europa?” - Klimawandel und Klimapolitik

09.04.2019
Uta-Maria Liertz

Am 18. März fand ein weiteres Aue-Symposium zum Thema Klimawandel und Klimapolitik im Auditorium der Anwaltskanzlei Castrén & Snellman statt, zu dem wieder eine große Zahl an geladenen Gästen kam, darunter Vertreter aus Klima- und Umweltwissenschaften sowie Akademiker und Beamte, Politiker, Vertreter aus der Finanz- und Unternehmenswelt.

Nach Begrüßung und Einführung der Referenten sprach zunächst Christian Körner, Professor Emeritus der Universität Basel, Schweiz, wo er von 1989 bis 2014 den Lehrstuhl für Botanik innehatte. Seine Forschung umfasst physiologische Pflanzenökologie, Ökologie der Ökosysteme und Biodiversität. Er arbeitete in allen Klimazonen einschließlich der Tropen und Arktik. Seine Bergforschungen erklärten die Höhenerhebung des pflanzlichen Lebens und die Ursachen für die alpinen und arktischen Baumgrenzen. Professor Körner ist Pionier der Erforschung des CO2 Gehalts in alpinen Ökosystemen und in ausgereiften gemäßigten Bäumen. In seinem Vortrag mit dem Titel Klimawandel und die thermalen Grenzen für Bäume zeigte er überzeugend die Herausforderungen nicht nur für Europa, sondern auch global auf.

Im zweiten Vortrag sprach Prof. Petteri Taalas, Generalsekretär der Meteorologischen Weltorganisation (WMO) mit Sitz in Genf, Schweiz, zu Klimawandel, globale Perspektiven. Petteri Taalas hat sich in seinen Forschungen mit Luftverschmutzung, Ozon, Klima- und Satellitentechnologien auseinandergesetzt. Neben vielen anderen Aufgaben hat er das Finnische Meteorologische Institut zu einem führenden Wetter-, Klima- und Seefahrtsdienst und Forschungsinstitut gemacht und ein nationales Frühwarnzentrum basierend auf Meteorologie, Hydrologie, Geophysik und Ozeanographie begründet.

Beide Redner unterstrichen die Aussage, dass es keine nur grüne Lösung für das Aufhalten der Erwärmung des globalen Klimas gibt. Die Reduktionen der CO2 und der Bevölkerungszuwachs sind die Hauptschlüssel dafür. Grüne Lösungen können hierbei behilflich sein, aber können nicht den Fossilen CO2 ganz absorbieren. Oder wie Prof. Körner es in seinem Vortrag sagte: ”Fossil CO2 released by society can hardly be absorbed by forests, but the use of timber products can slow the release.”

Die lebhafte Diskussion moderierte Prof. Marja Makarow, Direktorin des Biocenter Finland.

Die Vorträge können Sie in voller Länger unter folgenden Links finden:

Die Willkommensworte von Juha Väyrynen (Castrén & Snellman, Aue-Stiftung) hier.

Prof. Christian Körner hier

Prof. Petteri Taalas hier

Die Diskussion, die den Vorträgen folgte, hier.